5-2022 Clubabend_PHK R. Kraus

Polizei­tipps — Alltagsgefahren

Zum Clubabend am Freitag, dem 06. Mai, konnte der Verein als Referenten den Polizei­haupt­kom­missar Krause vom PP KA gewinnen. Er klärte die recht zahlreich erschienen Vereins­mit­glieder in Sachen Trick­be­trü­ge­reien durch einen hoch brisanten Sachvortrag auf. Eindringlich wies er auf die Gefähr­lichkeit des rücksichtslos vorge­henden Täter­kli­entels hin, insbe­sondere wenn man sich auf ein Gespräch mit diesen einlässt. Ausführlich behandelt wurden „Gefahren an der Haustür“, „Falsche Polizei­beamte oder andere Amtsper­sonen“, sowie Haustür­ge­schäfte“, „Gefahren am Telefon, Enkel­trick“, sowie weiter Gefahren. Eindringlich infor­mierte er über die 1. Maßnahmen, wenn man als Opfer angegangen oder Zeuge einer Straftat wird. Medial wurden in den vergan­genen Wochen diese aktuellen Themen behandelt. Als Praktiker konnte Herr Krause über mehrere Fälle berichten, wobei ein Opfer sogar um ca. eine Million betrogen wurde. Viele ältere Opfer erstatten aus Scham keine Anzeige und offen­baren das Geschehen auch nicht ihren nächsten Angehö­rigen. Obwohl in den Medien immer wieder über die verschie­denen Vorge­hens­weisen berichtet wird, gelingt es den Trick­be­trügern immer wieder an das Bare oder an den Schmuck von älteren Personen zu kommen. Man darf nicht glauben, dass einem selbst das nicht passieren kann. Bei den Tätern handelt es sich um psycho­lo­gisch geschulte Personen, die im schau­er­lichen in Stimme, Ausdruck und Gebärde, bei den Opfern unter hervor­rufen eines psycho­lo­gi­schen Schock­zu­stands eine apathische bzw. fast hypno­tische geistige Vorstellung hervor­rufen, hierdurch ihre Macht über das Opfer erreichen, mit dem Ziel, dass die Täuschung nicht bzw. zu spät erkannt wird. Die Täuschungs­kunst in Verbindung mit dem Betrug ist uralt, weshalb wieder­keh­rende Schulungen  über die neuesten Verbrechen, gerade für ältere Menschen, als unumgänglich anzusehen sind.

Ein sehr bekannter Täuschungs­künstler und Betrüger hat einmal geschrieben:

Die Menschen gehorchen so leicht den Bedürf­nissen des Augen­blicks, dass der, der betrügen will, immer einen findet, der sich betrügen lässt. Der Referent wurde von den aufmerksam lauschenden Zuhörern mit einem kräftigen Beifall belohnt und musste noch einige Fragen beant­worten. Mit der Verab­schiedung stellte er noch Infor­ma­ti­ons­ma­terial der Polizei für Senioren zur Verfügung.