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Recht­liche Betreuung, Vorsor­ge­voll­macht und Patien­ten­ver­fügung

Als Gast und Redner hatte der Vorstand Klaus Droxler, Gericht­di­rektor am Amtsge­richt a.D. geladen, der die Thematik „Recht­liche Betreuung, Versor­gungs­voll­macht und Patien­ten­ver­fügung“ in vielen Facetten und Lebens­si­tua­tionen ausleuchtete.

Als Betreu­ungs­richter und Senio­ren­be­rater im Amte konnte K. Droxler auf einen schier unerschöpf­lichen Fundus zurück­greifen, wie die Zuhörer sofort merkten. Schnell räumte er mit der Vorstellung auf, dass diese Thematik nur für Menschen inter­essant und wichtig ist, die sich im Herbst ihres Lebens­alters befinden.

Plötz­liche Ereig­nisse, wie ein Unfall, Koma, Behin­derung durch Geburt, aber auch schlei­chende Entwick­lungen wie bei Demenz können schlag­artig Lebens­per­spek­tiven verändern. Hier gilt es durch eine Vollmacht Vorsorge zu treffen.

Im weiteren Verlauf seiner Ausfüh­rungen widmete sich der Referent der Einrichtung einer Betreuung, der Betreu­ungs­vor­aus­setzung, der Wirkung der Betreuung und der Betreu­ungs­ver­fügung.

Bei der Vorsor­ge­voll­macht handelt es sich um eine Inhalts­be­stimmung des Vollmacht­gebers. Hier ist es wichtig zu wissen, dass keine Kontrolle durch ein Betreu­ungs­ge­richt erfolgt.

Bei der Patien­ten­ver­fügung handelt es sich um eine Willens­be­kundung über bestimmte Unter­su­chungen, Behand­lungen oder ärztliche Eingriffe, die der Patient einwilligt oder untersagt. Hierbei hat der Betreuer dem Willen des Betreuten Ausdruck und Geltung zu verschaffen.

Im Anschluss seiner Ausfüh­rungen stand Klaus Droxler seinen Zuhörern noch für zahlreiche Fragen zur Verfügung. Erich Eisert, stellv. Clubvor­sit­zender, dankte dem Referenten für seine Ausfüh­rungen, die mit vielen Beispielen aus einem reich­hal­tigen Erfah­rungs­schatz resul­tierten.

Sichtlich beein­druckt traten einige den Heimweg in der Gewissheit an, noch schriftlich tätig werden zu müssen.(Dieter Weigand)