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Ehrenamt — Verant­wortung und Gestal­tungs­mög­lich­keiten

 

Zu einem beson­deren Vortrag hatte der Vorstand des 1. Bruch­saler Automobil Club Günther Bolich, Vorsit­zender des ADAC Nordbaden, am 04. April geladen. Es ging um den Begriff Ehrenamt, wie man dazu kommt und wie man damit umgehen kann. Ein Thema, das für den Odenheimer wie maßge­schneidert war, konnte er doch aus eigenen langjäh­rigen Erfah­rungen viele Beispiele dazu aufzeigen. Als jugend­licher Mofaschrauber trat er in jungen Jahren mit gleich­ge­sinnten Freunden in den MSC Odenheim ein, wo aktiver Zweirad-Motor­sport nach wie vor betrieben wird (Enduro). Schnell erkannte er, dass Verän­de­rungen im Vereins­leben nur möglich sind, wenn eigenes Engagement einge­bracht wird. So wurde er zunächst in den Vorstand und später zum Vorsit­zenden des MSC Odenheim gewählt. Auf seiner ersten Haupt­ver­sammlung  des damaligen Gau Nordbaden, sah er sich einer seriösen im Ehrenamt ergrauten Vorstands­riege gegenüber, die nur aus Männern bestand und wo eine Verjün­gungskur von Nöten war. Sein Engagement hat schließlich auch dazu beige­tragen, dass er zum Vorsit­zenden des ADAC Nordbaden gewählt wurde. Heute nach 25 Jahren Amtszeit ist er selbst in der letzten Amtspe­riode angelangt und konnte aus dieser inten­siven Zeit den Anwesenden eindrucksvoll über seine Aufgaben im Ehrenamt berichten. So verlangt das Ehrenamt, immer durch eine Wahl legiti­miert, vom jewei­ligen Mandats­träger unein­ge­schränktes Engagement und soziale Verant­wortung. Es bietet dem Amtsin­haber aber auch die Möglichkeit der gesell­schaft­lichen Mitge­staltung und erfüllt das eigene Leben. Neben Erkennt­nissen und Erfah­rungen, die man sammelt, wird auch das eigene Selbst­wert­gefühl gestärkt.

Lang anhal­tender Applaus wurde dem Vortra­genden am Ende seiner Ausfüh­rungen gespendet. Im Anschluss beant­wortete er gerne die zahlreichen Fragen der inter­es­sierten Mitglieder.

Für den erkrankten 1.Vorsitzenden, Jürgen Stein­brink, dankte Erich Eisert als 2. Vorsit­zender Günther Bolich für seinen treff­lichen Vortrag mit einem Weinpräsent. (Bericht: Dieter Weigand)