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Grenzen­loses Wandern durch acht Alpen­länder

Ein Wander­er­lebnis der beson­deren Art bekamen die Bruch­saler Motor­sport­freunde beim Clubabend am 03. Mai von Wolfgang Walter geboten, der seinen Vortrag „Grenzen­loses Wandern durch acht Alpen­länder“ überschrieb. Gemeint war der Rote Weg der Via Alpina Route, der von Triest nach Monaco führt. Eine Strecke von fast 3000 Km Länge, die dem Wanderer auf dieser Tour

mit 166 000 zu durch­schrei­tenden Höhen­metern körperlich fordert und auch an die Grenzen der eigenen Leistungs­be­reit­schaft heran führt.

Am Beginn seiner Ausführung widmete sich der ehemalige Stabs­of­fizier der Bundeswehr der Planung seiner Wander­aus­rüstung. Bei den zu bewäl­tigen Tages­toren, die sich je nach Höhen­profil und Hüttenlage, zwischen sechs bis elf Stunden bewegten, konnte jedes zuviel getragene Kilo zur Last werden, denn schließlich sind 161 Etappen zu bewäl­tigen.

Auf seiner Entde­ckungs­wan­derung schil­derte Walter lebhaft und mit beein­dru­ckenden Worten seine Erleb­nisse und Erfah­rungen des größten europäi­schen Natur­raumes, der gleichsam die Wiege des Alpinismus ist. In musika­lisch hinter­legten Bildern sahen die den Anwesenden eine einzig­artige Fauna und Flora, wie sie kaum jemand im Gebirge erwartet hätte. Aber auch Holzchalets, Stein- und Berghütten, Begeg­nungen mit Menschen anderer Nationen sowie die gesamte Routen­führung wurden den  Zuhörern nahe gebracht.

Bei dieser Wanderung wurden Wegstrecken gezeigt, wo auch das geschulte Auge kaum einen Weg erkennen konnte, zumal Schnee, Sturm und Regen mitunter Wegbe­gleiter sind, die ein hohes Gefah­ren­po­tential bereit halten.

Auf Fragen der Anwesenden, wie man sich so eine Tour zumuten kann, antwortete Walter:

Es ist eine neue Erfahrung, wenn man 14 Tage allein unterwegs ist, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, man wird ruhiger und gelas­sener“.

Nach gut 70 Minuten ging für die Bruch­saler Automo­bi­listen der 1.Teil einer begeis­ternden und erleb­nis­reichen Wanderung zu Ende, der jetzt schon die Vorfreude auf den letzten Strecken­ab­schnitt im November geweckt hat.

Erich Eisert, stell­ver­tre­tender Vorsit­zender des 1.BAC, dankte dem Vortra­genden mit

einem Weinpräsent und die Mitglieder mit lang anhal­tendem Applaus für einen gelun­genen und infor­ma­tiven Abend. D.W.